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2012-10 DFB-Länderpokalsieg mit U-17 Hessenauswahl

 Diese Seite wurde neu erstellt am 08.10.2012

Mit der U-17 Mädchenfußball-Hessenauswahl
Sieger beim DFB-Länderpokal in Duisburg


Als ich im Juli 2012 am Leistungstrainerlehrgang an der Sportschule Grünberg teilnahm, um meine C-Trainerlizenz zu machen, wurde ich von Steffen Winter, der diese Ausbilung leitete angesprochen, ob ich ihm helfen könnte, die U-17 Hessenauswahl für den Länderpokal in Duisburg vom 29.September bis 3. Oktober vorzubereiten. Ich sollte Co-Trainer und Betreuerin in Doppelfunktion sein. Gerne habe ich diese Aufgabe angenommen, da ich auf diese Weise schnell einen Einblick in die Verbandsarbeit des hessischen Fußballverbandes bekommen konnte, Kontakte zu anderen Trainern und Verantwortlichen aufnehmen konnte und auch einen Einblick über den Leistungsstand der Landesverbände im Mädchenfußball bekommen konnte. Immer hatte ich ja meine Mädchenmannschaft in Papua im Hinterkopf und überlegte mir, wie man da ein Info- und Unterstützungsnetzwerk bilden könnte, damit der indonesische Frauenfußball ein wenig Antrieb bekommt. Evt. eben auch durch eine Kooperation mit dem DFB oder dem hessischen Fußballverband. Außerdem macht es mir sowieso immer viel Freude mit talentierten Fußballerinnen zu arbeiten. So war ich dann also seit August 2012 mehrmals in Grünberg um an Trainingslehrgängen mit der U-17 Hessenauswahl teilzunehmen bzw. mitzutrainieren und auch die Mädchen während eines dreitätigen Lehrgangs mit 3 Vergleichspielen gegen den Landesverband aus Westfalen zu betreuen. Das hat mir viel Spaß gemacht. Die Mädels habe ich schnell ins Herz geschlossen.

Am 29. September 2012 ging es dann schließlich mit dem Bus und 16 motivierten, talentierten Fußballmädels unter 17 Jahren los zum DFB-Länderpokalturnier nach Duisburg. Verbandssportlehrer Steffen Winter (Cheftrainer), Catherine Simon (Physiotherapeutin) und ich (Co-Trainerin und Betreuerin) waren uns darüber einig, dass wir diesen Länderpokal gewinnen wollen, obwohl eigentlich ja auch ein Platz unter den ersten 5 schon recht gut gewesen wäre. Aber irgendwie merkten wir, dass in dieser Truppe mehr steckt. So war es vom ersten Tag an das Ziel am Schluß als Sieger nach Hause zu fahren.


Außerdem war es uns wichtig, dass wir im Team eine gute Stimmung und einen freundlichen Umgangston haben. In so einem Turnier ist ja am Ende oft auch die mentale Stärke ausschlaggebend. Welche Mannschaft hat den größten Siegesswillen, wer ist bereit sich zu 100% einzusetzen, welches Team ist bereit, sich für jede andere Mitspielerin einzusetzen, um deren Fehler auszubügeln, ohne sich gegenseitig Vorwürfe zu machen. Wer hat Geduld und läßt sich nicht runterziehen, wenn mal was nicht so gut klappt. Ruhe bewahren wenn überall die Hektik ausbricht, freundlich bleiben, wenn einem etwas nicht paßt. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie man durch das Vorleben positiver Charaktereigenschaften wie zum Beispiel Zuverlässigkeit, Disziplin, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und Verantwortungsbewußtsein eine positive Atmosphäre schaffen kann, die ansteckend ist. Unser Trainerteam hat wirklich prima zusammengearbeitet und konnte somit die Mannschaft von allen Seiten unterstützen. Die Mädels konnten sich in Ruhe vorbereiten, weil das Umfeld gestimmt hat. Das war einfach prima.

 


Im ersten Spiel ging es am 30. September morgens um 10 Uhr gegen den Landesverband Sachsen los. Der Rasen war klatschnaß vom Tau und es war auch recht kalt, aber die Sonne schien und so waren trotz der frühen Spielzeit alle gut gelaunt. Als wir nach 23. Minuten durch ein Tor von Alina Ortega-Jurado in Führung gingen, die eine Flanke von Saskia Matheis im Tor versenkte, ließ auch die Anspannung etwas nach und das Spiel wurde ruhiger und abgeklärter. So entstanden mehrere Torchancen, die schließlich auch zu zwei weiteren Tore von Saskia Matheis in der 33. Minute und wiederum von Alina Ortega-Jurado nach einer Ecke von Ebru Uzungüney in der 41. Minute zum 3:0 Endstand führten. Sachsen war damit noch gut bedient, denn wir hätten auch weit höher gewinnen können, wenn wir unsere Torchancen besser verwertet hätten. Dennoch war dies schonmal ein guter Start in den zweiten Spieltag, an dem unser Team gegen den Landesverband aus Saarland antreten mußte.


Am Abend war Entspannungstraining angesetzt und wie erwartet schliefen die meisten Spielerinnen bei diesen Muskelentspannungsübungen auf ihren Matrazen liegend ein, da sie sich auf dem Spielfeld völlig verausgabt hatten. So war an diesem Abend in den Zimmern viel früher Ruhe als sonst. Guter Trick Cathy!!!

Am Montag, den 1. Oktober fand unser Spiel am Nachmittag statt und so konnten wir den Vormittag gemütlich angehen lassen. Da insgesamt alle 21 Landesverbände und die U-15 Nationalmannschaft an diesem Länderpokalturnier teilnahmen, gab es in der Sportschule Wedau immer viele Spiele zu beobachten, da meistens auf 3 oder 4 Plätzen gleichzeitig gespielt wurde. So konnten wir in den Spielpausen immer unsere eventuellen zukünftigen Gegner beobachten und manche der Mädchen lernten sogar zwischendurch für Klassenarbeiten, die am Ende der Woche noch anstehen sollten. Auch Basketball konnte gespielt werden, da wir einen Platz direkt vor der Tür hatten. So war immer für Abwechlung gesorgt.




Am Nachmittag liefen unsere Mädels der U-17 Hessenauswahl dann gegen Saarland auf. Wir wußten schon, dass die Saarländer eine pfeilschnelle Stürmerin dabei haben würden, aber unsere Abwehrspielerinnen hatten die besagte Nr. 9 der Gegnerinnen immer gut im Griff, so daß auch dieses Spiel nach einem wunderschönen Freistoßtor von Lorena Preiß in der 22. Minute, einem weiteren tollen Freistoßtor von Melissa Friedrich in der 47. Minute und einem schön herausgespielten Tor von Valentiana Limani in der 49. Minute zuletzt mit 3:0 gewonnen werden konnte. Das Spiel gegen Saarland war allerdings wesentlich härter gewesen als das gegen Sachsen. Die Saarländerinnen hatten ständig versucht, unseren Spielfluß durch Fouls zu unterbinden. So kamen unsere Spielerinnen mit einigen Blessuren aus dem Spiel, was viel Arbeit für unsere Physiotherapeutin Cathy bedeutete. Cathy meisterte allerdings alle Verletzungen mit bravour und so konnten fast alle Spielerinnen auch im Spiel gegen Niedersachsen am nächsten Tag wieder eingesetzt werden. Nur Steffi Peil, die schon angeschlagen ins Spiel gegangen war, hatte sich bei einem Presschlag wieder schwerer verletzt, so dass sie erst im Endspiel gegen Westfalen wieder auflaufen konnte.


Trotz der Schmerzen war die Stimmung aber weiterhin gut, vor allem auch deshalb, weil wir zur Belohnung abends in Stadion gingen, wo der MSV Duisburg in einem Pflichtspiel der 2. Bundesliga gegen Hertha BSC Berlin antrat. Zum Stadion konnten wir sogar zu Fuß gehen uns so war es zusätzlich noch ein entspannender Spaziergang und nicht allzu anstrengend für die Mädchen, nach dem schweren Spiel noch den Abend im Stadion zu verbringen. Der Ausflug hatte sich gelohnt. Die Stimmung war nach wie vor prima.

Am nächsten Morgen machten wir nach dem Frühstück zunächst einmal einen kleinen Überraschungsspaziergang. Alle Spielerinnen sollten mit dicken Winterjacken (denn es war richtig kalt) aber trotzdem mit kurzen Hosen und Badelatschen zum Abmarsch bereit stehen. Wir machten dann einen Ausflug zur Wedau, wo wir eine KNEIPP-Tour durch das eiskalte Wasser machten. Alle hatten viel Spaß und die Durchblutung der Beine wurde prima gefördert. Es gab auch viel zu Lachen als eine Spielerin sich etwas zu sehr ins Wasser wagte und prompt hineinfiel...(um Peinlichkeiten zu vermeiden, nenne ich mal hier keine Namen, ha,ha...)


Nach zwei Spieltagen standen wir also mit 6:0 Toren und 4:0 Punkten allein an der Spitze der Tabelle. Bei diesem Sichtungsturnier des DFB wird für einen Sieg nur 2 Punkte gegeben. Jeden Tag wird die Tabelle neu berechnet und es spielt immer der Tabellenerste gegen den aktuellen Tabellenzweiten und der Tabellendritte spielt gegen den aktuellen Tabellenvierten usw. Auf diese Weise haben die Spielbeobachter des DFB an jedem Tag gleichwertige Mannschaften zu beobachten und es kommt kaum zu hohen Siegen, die ja auch eher langweilig wären. Ziel der Ausrichter ist es bei diesem Turnier Talente für die U-17 Nationalmannschaft zu entdecken. Zu unserer großen Freude wurden insgesamt 11 unserer Spielerinnen ausgewählt und zu Sichtungslehrgängen der Nationalmannschaft eingeladen. Ein großer Erfolg für den hessischen Landesverband, denn es gab auch andere Landesverbände, von deren Team keine einzige Spielerin gesichtet wurde.


So kam es also, dass wir am dritten Spieltag auf die bis dahin zweitstärkste Mannschaft des Turniers trafen. Es war die Mannschaft von Niedersachsen. Es sollte das schönste Spiel des Turniers werden, das alle DFB-Beobachter in Staunen versetzte. Hätte man dieses Spiel auf Video aufgenommen und in Youtube gezeigt, wäre es sicher eine große Werbung für den Mädchenfußball gewesen. Beide Mannschaften zeigten eine wunderbare kämpferische und spielerische Leistung. Der Ball lag fast zu keinem Zeitpunkt still, sondern die Angriffe gingen hin und her, allerdings mit mehr Spielanteilen auf Seite unserer Hessenauswahl. Wir gingen dann auch durch ein Tor nach herrlichem Alleingang von Samantha Dick (Sammy) in der 30. Minute in Führung. Tränen gab es dann später, als 3 Minuten vor Spielende ein Elfmeter für Niedersachsen gegeben wurde und uns dieses Elfmetertor um den eigentlich verdienten Sieg brachte. Da allerdings die U-15 Nationalmannschaft im Parallelspiel ebenfalls unentschieden gespielt hatte, blieben wir trotz des Unentschieden-Spieles weiterhin Tabellenführer.

Am Abend gab es zur Stärkung 5 großen Familienpizzen und jeder konnte sich mal so richtig den Bauch vollschlagen. Wir schauten uns auch noch Fotos von den vorherigen Spielen an, es wurde UNO gespielt, Musik gehört, geschwätzt, gekichert und gelacht und auch Cathy war immer wieder beschäftigt, die verhärteten Muskeln der Spielerinnen zu entspannen.


Am Mittwoch den 3. Oktober kam dann das Spiel der Entscheidung. Wir hatten einen ganz guten Vorspung in der Tordifferenz gegenüber der U-15 Nationalmannschaft und so war klar, dass uns schon ein knapper Sieg zum Turniererfolg verhelfen würde. Dennoch spielten wir nicht auf einen knappen Sieg, denn der Gegner war Westfalen. Gegen diese Mannschaft hatten wir bei Testspielen vor wenigen Wochen nicht ganz so gut ausgesehen und neben zwei Unentschieden sogar einmal verloren. Wir waren also gewarnt. Wie erwartet war das Spiel wieder sehr kräftezehrend und so gab es große Erleichterung, als Sammy Dick schon nach 7 Minuten die Führung erzielen konnte. Danach setzte Westfalen aber immer öfter zu gefährlichen Gegenangriffen an und immer häufiger kam das Tor unserer Torspielerin Sabrina Bürgel in Gefahr. Wie erwartet konnte sie aber an ihre hervorragenden Leistungen aus dem Training und aus vorhergehenden Spielen anknüpfen und sicherte mit zwei großartigen Paraden kurz vor Spielende den insgesamt verdienten 1:0 Erfolg unserer Hessenauswahl.

 

Groß war der Jubel dann nach Spielende. Wir hatten tatsächlich den DFB-U-17 Länderpokal gewonnen. Jede Spielerin und auch das Trainerteam bekam eine Medalie und es wurden noch viele Fotos gemacht. Auch die Presse war da und verewigte das Siegerteam. Wir freuen uns, dass wir dem hessichen Fußballverband diese Freude machen konnten. Die Mädels in Hessen können einfach genial Fußball spielen. WEITER SO, Mädels!!! Jetzt gehts in der Bundesliga und in der Nationalmannschaft weiter.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit der Mannschaft. Am schönsten wäre es ja, wenn alle mit nach Indonesien kommen könnten, um dort gegen meine Papua-Mädels zu spielen, oder am besten gleich gegen die indonesische Frauen-Fußball-Nationalmannschaft...aber die gibt es ja zur Zeit noch nicht. Die müssen wir erst noch aufbauen. Ich hoffe aber, dass wir den indonesischen Fußballverband davon überzeugen können, dass sich Langzeitförderung im Mädchen- und Frauenfußball lohnt. In Deutschland kann man diese Entwicklung ja Jahr für Jahr mitverfolgen. Eine solche Entwicklung wünsche ich mir auch für Indonesien. Ich bete dafür, dass es klappt! 


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